Die Agenda

Wir unterstützen die Schaffung einheitlicher Regelungen für den sicheren Betrieb von unbemannten Flugsystemen auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. Nur mit einem verbindlichen Regelwerk wird sich das enorme Potenzial der neuen Technologie auch ausschöpfen lassen.Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft und
Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie

Die Entwicklung des Drohnenmarktes bietet für Deutschland und Europa ein großes Potenzial an Wertschöpfung und gibt wichtige Impulse für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Aus diesem Grund setzen wir uns als VERBAND UNBEMANNTE LUFTFAHRT für einheitliche europäische Regelungen für den Betrieb von Drohnen ein. Risiken für die Sicherheit der zivilen bemannten Luftfahrt müssen frühzeitig identifiziert und begrenzt werden. Dafür ist ein verbindliches Regelwerk unerlässlich.

Um die sichere Koexistenz der bemannten und unbemannten Luftfahrt schnell zu ermöglichen, sollte die Politik jetzt fünf Punkte aufgreifen:

1.

Registrierungspflicht

Es bedarf einer Registrierung von Drohnen in einem staatlichen Zentralregister mit Adressenverifikation. Um eine Nachverfolgbarkeit des Gerätes und seines Piloten bzw. die Zuweisung von Verantwortung und Haftung zu ermöglichen, sollten alle Drohnen und deren Piloten einer Registrierungspflicht unterliegen.

2.

Zertifizierungspflicht

Es bedarf klaren Zertifizierungsvorgaben für die Drohne entlang des Produktzyklus bis zur Entsorgung. Insbesondere kleine Drohnen, die im Einzelhandel oder Internet vermarktet und von Hobbypiloten für Freizeitzwecke erworben und betrieben werden, müssen ein Mindestmaß an Sicherheit gewährleisten. Grundlegende Anforderungen sollten in Normen definiert und von Herstellern geprüft und bestätigt werden

3.

Identifizierbarkeit im Luftraum

Zur Erkennbarkeit und Verfolgbarkeit durch Luftaufsichtsbehörden und Luftfahrzeugführer sollten im kontrollierten Luftraum eingesetzte Drohnen mit einem Transponder o.ä. ausgestattet sein. Im Flughafennahbereich sollte eine Transponderpflicht für bestimmte geographische Regionen ausgewiesen und geltend gemacht werden. Bei Drohnen, welche im unkontrollierten Luftraum eingesetzt werden, sollte die Erkennbarkeit über elektronische Chips oder SIM-Karten möglich sein.

4.

Qualifikation von Drohnenpiloten

Ab einem zu definierenden Risikopotenzial einer Drohnenanwendung sollen Drohnenpiloten eine Einweisung / ein theoretisches Training vor Inbetriebnahme erhalten. Dies ist durch autorisierte Personen durchzuführen, und der Drohnenpilot hat im Anschluss in Theorie und Praxis eine ausreichende Qualifikation nachzuweisen. Dazu erhält er im Anschluss eine Zulassungsbescheinigung. Verstöße sollten mit Bußgeldern und Strafmaßnahmen geahndet werden und auch den Verlust der Zulassung zur Folge haben können. Grundlegende fliegerische Kenntnisse und hinreichendes Sicherheitsbewusstsein sollten für alle Drohnenbetreiber vorgeschrieben und nachgewiesen werden. Neben einem „Drohnenführerschein“ sollte es auch eine Reglementierung von Ausbildern und Ausbildungsbetrieben geben.

5.

Schutzmaßnahmen

Zur Abwehr von Gefahren bedarf es klarer Regeln und Kompetenzen. Es sollten deswegen Regeln zu Verfahren zur sicheren Abwehr von Drohnen inkl. der Meldewegefestlegung bei Verstößen gegen Gesetze und Verordnungen festgelegt werden.

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