Die Agenda

Wir unterstützen die Schaffung einheitlicher Regelungen für den sicheren Betrieb von unbemannten Flugsystemen auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. Nur mit einem verbindlichen Regelwerk wird sich das enorme Potenzial der neuen Technologie auch ausschöpfen lassen.Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft und
Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie

Die Entwicklung des Drohnenmarktes bietet für Deutschland und Europa ein großes Potenzial an Wertschöpfung und gibt wichtige Impulse für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der VERBAND UNBEMANNTE LUFTFAHRT unterstützt die aktuellen Ansätze auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene, Standards für die Herstellung und Zertifizierung sowie eine umfassende Gesetzgebung für die Integration von unbemannten Flugsystemen (UAS) in den Luftraum zu schaffen. Damit lässt sich die Rechtssicherheit für kommerzielle Entwickler und Betreiber erhöhen. Insbesondere der geschäftsmäßige Betrieb von Drohnen muss zukünftig flächendeckend möglich sein. Ein entscheidendes Kriterium hierfür ist die Abwendung von Personen- und Sachschäden.

Konkret stellen wir folgende Forderungen:


Technologieförderung

Drohnentechnologien sind industrielle Schlüsseltechnologien von strategischer Bedeutung. Zu deren Erhalt bzw. ihrer Förderung bedarf es eines angemessenen Stellenwerts im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms sowie einer gezielten Industriepolitik und Exportunterstützung.


Gesetzliche Rahmenbedingungen

Neben den entwickelten technischen Möglichkeiten, und um das volle gesamtwirtschaftliche Markt- und Nutzungspotenzial erschließen zu können, sind für Drohnen klare und zukunftsweisende gesetzliche Rahmenbedingungen entscheidend. Diese sind vorrangig auf europäischer Ebene zu diskutieren und einzuführen. Eine entscheidende Rolle kommt hierbei der European Aviation Safety Agency (EASA) zu. Deutschland muss sich aktiv in diese Diskussionen einbringen, um die Ausgestaltung von Normen und Standards maßgeblich mitzugestalten und sich für den Erhalt von nationalen Kompetenzen einzusetzen. Zur Gewährleistung der Sicherheit und der Verhinderung von missbräuchlicher Anwendung sind die zuständigen Behörden dringend mit den am Bedarf orientierten personellen und technischen Ressourcen auszustatten.


Anwenderfreundliche Genehmigungsverfahren

Die derzeit bestehende Beantragung und Erteilung von Aufstiegsgenehmigungen in den jeweiligen Bundesländern ist zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Generell sollten Aufstiegsgenehmigungen für UAS, die in einem Bundesland erteilt worden sind, im gesamten Bundesgebiet anerkannt werden. Mittelfristig sind sowohl die Rahmenbedingungen für die Beantragung von Aufstiegsgenehmigungen wie auch für deren Erteilung auf europäischer Ebene zu harmonisieren.


Sichere Integration in den Luftraum

Die Integration von Drohnen in das Luftverkehrssystem ist eine zentrale Herausforderung. Unter Verfolgung eines ganzheitlich technischen und regulatorischen Ansatzes ist die Weiterentwicklung des bestehenden Flugverkehrsmanagements zeitnah voranzutreiben. Für die sichere und faire Integration von unbemannten Fluggeräten in den unkontrollierten wie auch den kontrollierten Luftraum bedarf es daher einer klaren Regelung von Zuständigkeiten und Prozedere der kompetenten Stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es mehrerer Anstrengungen:

Elemente einer sicheren Integration:

Identitätsverifikation unter staatlicher Aufsicht. Zur Zuweisung von Verantwortung und Haftung ist eine Nachverfolgbarkeit des Geräts und seines Eigentümers sicherzustellen. Hierzu sollten alle Drohnen mit einem Startgewicht von über 250g sowie deren Eigentümer einer Registrierungspflicht unterliegen.

Positionen zum Download

Das vollständige Positionspapier „Unbemannte Luftfahrtsysteme“ können Sie hier herunterladen:

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